Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen!
Hamburg ist eine Hafenstadt, in der Leute aus fast allen Ländern der Welt leben und studieren. 12% der Studierenden kommen aus dem nicht-europäischen Ausland. Noch viel mehr haben eine Migrationsgeschichte. Diese Weltoffenheit birgt Widersprüche und Konflikte: Große Ungleichheit und Diskriminierungen gibt es hier wie in jedem kapitalistischen Land. Der Reichtum ist auf Ausbeutung gegründet. Durch (Wirtschafts-)Kriege und Inflation im Interesse der global Mächtigen wird die Ungleichheit extrem verschärft. Anderseits: kulturelle Offenheit, solidarische Initiative und soziales Engagement sind verbreitet. Hamburg ist international. Viele hier sind für Befreiung, Menschenrecht und Frieden engagiert – Studierende spielen dafür eine aktivierende Rolle. Jeder kann sich dafür entscheiden.
Unsere Uni hat sich die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen zum Bezugspunkt für Forschung, Lehre und Bildung gemacht. Allerdings ist das umstritten. Die Militarisierung der europäischen Gesellschaft ist teuer, autoritär und gefährlich. Es fehlt überall staatliches Geld für Wissenschaft und Bildung, für Gesundheit, Soziales und Kultur. Darum sind die sozialen Grundlagen und Arbeitsbedingungen für Studierenden und Lehrende prekär. Dagegen sollten wir alle die Wissenschaftsfreiheit nutzen. Gemeinsam machen wir von unseren Rechten gebrauch!
Strukturelle Gewalt und Kriege haben in Geschäften, die im globalen Norden gemacht werden, ihren Ursprung. Das bedeutet: Gerade von hier aus können wir zu einer gerechten, friedlichen und zukunftsfähigen Weltordnung beitragen. Dafür kämpfen wir für die gleiche Würde aller Menschen und globale Verständigung.
Deshalb engagiert sich das Referat für internationale Studierende (RiS) im AStA für:
- Kritische Wissenschaft und Bildung: Für die Überwindung von Kriegen und Konkurrenzdenken, Rassismus,
(post-)kolonialen Strukturen und Vorurteilen – eine Welt ohne Not, Furcht und Gewalt ist nötig! - Forschung und Lehre nur zu zivilen Zwecken! – Rüstungsforschung und -exporte stoppen!
- Für eine bedarfsgerechte Finanzierung von Uni und Studium aus öffentlichen Mitteln – Schluss mit Austerität!
- Für mehr Demokratie in den Hochschulen und in der Gesellschaft!
Für internationale Solidarität an der Universität setzen wir uns ein zum Beispiel:
- Für ein BAföG für Alle! Für mehr und bessere Wohnheimplätze!
- Für bessere Beratung und Begleitung für internationale Studierende und Bewerber:innen durch die Uni!
- Erhalt und Ausbau internationaler Wissenschaftskooperationen zur Völkerverständigung!
- Für die Abschaffung des „Finanzierungsnachweises“ (11.904 €) zur Visa-Erteilung!
- Für die Abschaffung der Begrenzung der Aufenthaltsdauer für das Studium!
- Gleiche Rechte für alle!
Miteinander diskutieren! Voneinander lernen! Solidarisch aktiv werden – von Demonstrationen bis zu Festen!
Wir haben Sprechstunden in Präsenz oder per Telefon/Video. Erkundigt Euch über die Termine auf unserer Homepage und schreibt uns eine E-Mail: ris@asta.uni-hamburg.de. Aktuelles findet Ihr unter https://risunihamburg.com/
Das RiS trifft sich jeden Mittwoch ab 19 Uhr im AStA (Von-Melle-Park 5, Raum 0042). Wenn Ihr Interesse habt, kommt!
