Referat für internationale Studierende

Die Interessenvertretung der ausländischen Studierenden und Studierenden mit Migrationshintergrund im AStA der Universität Hamburg

Corona-Gesundheitskrise

+++Update!

Überbrückungshilfen für (ausländische) Studierende 500 Euro

 Bridging assistance for (foreign) students 500 euros

Die Überbrückungshilfe des Bundesministerium für Bildung und Forschung für Studierende in akuter Notlage kann ab dem 16.06.2020, 12 Uhr beantragt werden: http://ueberbrueckungshilfe-studierende.de Sie beträgt 500 Euro/Monat. Der Antrag ist nur für die Monate Juni2020, Juli2020, August2020, September2020, November2020, Dezember2020, Januar 2021, Februar 2021 und März 2021 vorgesehen.


Oh, Corona! Informationen für internationale Studierende

Mietschulden und Notfall-Darlehen

Wegen Mietschulden aufgrund der Pandemie aus dem Zeitraum zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020 dürfen Vermieter*innen Euch nicht kündigen. Eure Pflicht zu zahlen bleibt allerdings bestehen. Insbesondere in den Wohnheimen des Studierendenwerks könnt Ihr eine Stundung der Miete und eine spätere Ratenzahlung vereinbaren. Für viele regelmäßige Kosten (Semesterbeitrag, Wasser, Strom, Krankenkassen…) gibt es derzeit Möglichkeiten der Stundung.
Aber Achtung! Es stauen sich schnell Schulden auf. Deshalb kämpfen wir für einen bedarfsdeckenden Notfonds als Zuschuss! Das Studierendenwerk und die Stadt haben auf Druck der Studierenden ein (ungenügendes!) „Corona Notfalldarlehen für Studierende“ geschaffen: Man kann es für die Monate April, Mai und Juni 2020 mit je 400 € beantragen. Jeden Monat ist ein neuer Antrag zu stellen. Zurückzuzahlen ist das Notfalldarlehen 12 Monate nach der Auszahlung in Raten von monatlich 50 €.

Wir fordern: Angemessene sozialen Unterstützung der Studierenden – restriktionsfrei 900,- € monatlich als Vollzuschuss (d.h. ohne Rückzahlung)! Die Lebenshaltungskosten für Studierende liegen bei durchschnittlich 900,- €. Der Notfonds muss bedarfsdeckend sein. Die Studierenden dürfen nicht in die Schuldenfalle geschickt werden! Durch Schulden steigt nicht nur der soziale Druck, sondern auch der psychische Stress. Auch ein Zugang zum BAföG für alle könnte eine Lösung für das Problem sein. Dafür muss die BAföG-Berechtigung aber unabhängig von Einkommen der Eltern gestaltet werden. Der Bezug muss auch möglich sein, wenn es sich um ein Zweitstudium handelt – gerade bei Studierenden aus dem Ausland! Solange es aber nichts anderes gibt, stellt dort Eure Anträge auf den Notfonds und macht auch damit den akuten Bedarf deutlich!

Informationen und Beratung des Studierendenwerks unter:
https://www.studierendenwerk-hamburg.de/studierendenwerk/de/home/

Oft hilfreich bei finanziellen Problemen ist die Diakonie Hamburg:
https://www.diakonie-hamburg.de/de/visitenkarte/stube/Notfonds-fuer-internationale-Studierende

Finanzierungsnachweis und 120-Tage-Regel
Bis mindestens zum September 2020 gilt in Hamburg: Bei Studierenden soll für die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis auf den Nachweis der Lebensunterhaltssicherung verzichtet werden, wenn diese in der Vergangenheit gesichert war und wegen der Pandemie nun keine Arbeit ausgeübt werden kann oder daher nun bei den Eltern im Ausland Einkommensverluste bestehen. Außerdem dürfen – mit Erlaubnis der Ausländerbehörde – aktuell über die erlaubten 120 Tage hinaus zusätzliche Beschäftigungen ausgeübt werden.

Verlängerung des Aufenthaltstitels und 10-Jahre-Regelung
Verzögerungen beim Studium sollen bei der Verlängerung des Titels nicht negativ berücksichtigt werden, wenn diese auf Corona-bedingte Einschränkungen im Lehrbetrieb beruhen. Ihr müsst Euch darüber Bescheinigungen von der Universität ausstellen lassen.

Krankenkassen
Man kann mit den Krankenkassen eine Stundung der Beiträge vereinbaren, wenn aktuelle ein Zahlungsengpass besteht.

„Digitalsemester“
Auf Beschluss der Wissenschaftsminister*innen und der Universitätsleitung hat jetzt das sogenannte „Digitalsemester“ begonnen. Aber: der Einsatz digitaler Medien kann – vernünftig und gezielt umgesetzt – zwar Erkenntnis in Präsenzveranstaltungen unterstützen, er kann sie nicht ersetzen. Außerdem verstärkt diese Maßnahme soziale Benachteiligungen. Solange im Sommersemester 2020 Präsenzlehre nicht der Regelfall ist, ist es aus unserer Sicht kein regelhaftes Vollsemester. Wir fordern: Das über digitale Angebote realisierte Studium darf nicht mit der Erwartung an die Studierenden verbunden werden, regelhafte Studienleistungen zu erbringen. Wer möchte, soll können, aber: Alle in diesem Semester erbrachten Studienleistungen müssen ohne Einschränkungen in einem regelhaften Semester wiederholt werden können. Wir haben das Recht auf Wissenschaft, Lehre, Studium und Bildung auf höchst möglichem Niveau.

FAQs
Die aktuellen offiziellen Informationen zu den universitätsbezogenen Auswirkungen und bereits erkämpften Hilfsleistungen in der Gesundheitskrise findet Ihr auf der Seite der Universität unter:
https://www.uni-hamburg.de/newsroom/intern/2020/0323-auswirkungen-studierende.html


Downloads:

Infoblatt zur Abmilderung der finanziellen Notlage durch die Corona-Pandemie


https://www.bmi.bund.de/SiteGlobals/Frontend/Images/logo.png?__blob=poster&v=5

Covid 19-Pandemie. Hinweise für die Ausländerbehörden.


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RiS-Flugblatt Corona: April 2020

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