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Im Rahmen der Volksinitiative gegen den Transport und Umschlag von Rüstungsgütern über den Hamburger Hafen diskutiert „Volksinitiative gegen Rüstungsexporte“ mit Mitgliedern der Gruppe „Colombia Solidaria Hamburg“.
Mit Musik und Performances der kolumbianischen Community.

Samstag, den 24. Juli 2021, 14 – 17 Uhr,
Altona, Goetheplatz
(neben Ikea)


Seit dem Generalstreik am 28. April 21 soll laut der Menschenrechtsorganisation „Die Freiheit verteidigen“ (Defender La Libertad) die kolumbianische Polizei 84 Menschen getötet, 1.780 verletzt und 3.274 festgenommen haben. 84 Jugendlichen wurde ein Auge ausgeschossen, 75 Menschen sind verschwunden. Die Dunkelziffer dürfte höher sein.

Anfang Juli hat dagegen der Bundes-gerichtshof in Karlsruhe die deutsche Waffenschmiede SIG Sauer wegen illegaler Waffenlieferungen an die kolumbianische Landespolizei dazu verurteilt, dass Umsatz in Höhe von 11 Millionen Euro eingezogen wird. Ein Etappensieg, der durch jahrelange, hartnäckige Protestarbeit der sozialen Bewegungen möglich geworden ist.

Kolumbien ist ein Staat, der hierzulande von der Öffentlichkeit meist mit Drogenkartellen und jahrzehntelangen Unruhen verbunden wird. Welche Geschichten jedoch nicht erzählt werden, worum genau es in den Auseinandersetzungen wirklich geht, was die Friedensverhandlungen der letzten Jahre bewirken konnten, warum seit dem Generalstreik am 28. April die Staatsverbrechen so explosionsartig gesteigert werden und was wir von hier aus tun können, wollen wir im Gespräch mit der Hamburger Gruppe „Colombia Solidaria HH“ erfahren und diskutieren.

Aktuelle Konflikte in Kolumbien, die Rolle von USA, Nato und Deutschland und warum eine solidarische Friedensbewegung einen Unterschied macht.