Diskussionsrunde mit dem Dichter und Aktivisten Darió Iza Pilaquinga

am Samstag, den 6. Juni 2026 um 18 Uhr im AStA der Uni Hamburg, Von-Melle-Park 5, Raum 0029

Rechte der Natur sind eine derzeit viel diskutierte Reaktion auf die multiplen Umweltkrisen. Immer häufiger finden solche Rechte, seien es Rechte von Flüssen, Wäldern oder einzelnen Tieren, Eingang in konkrete Gerichtsverfahren. In den letzten Wochen fanden tausende Kilometer voneinander entfernt zwei derartige mündliche Verhandlungen statt. In Ecuador – dem bislang einzigen Land, das der Natur in seiner Verfassung eigene Rechte zuspricht – reichten Aktivist*innen öffentlichkeitswirksam eine Klage im Namen des unter Verschmutzung leidenden Machángara Fluss in Quito ein.

Darió Iza Pilaquinga ist Dichter und einer der Aktivisten, denen es gelungen ist, das Recht des Machágara Flusses – und damit der dort lebenden Menschen – auf eine unversehrte Natur geltend zu machen. Der Kampf ist damit auf eine höhere Stufe gehoben. Es gibt das Recht, aber es muss durchgesetzt werden.

In der Veranstaltung soll es um die Lage in Equador und die Bedeutung des indigenen Widerstandes gehen, aber auch um die Bedeutung dieser Auseinandersetzung für die Erweiterung und Veränderung des Rechtsverständnisses hier. Wie können wir solidarisch wirken? Wie können wir die Erkenntnisse dieser Kämpfe hier in der Rechtswissenschaft stärker zum Thema machen und verankern? Welche Bedeutung hat die Bildung und Kultur für die Überwindung menschenfeindlicher Lebensverhältnisse? Dies und andere Fragen wollen wir mit Euch diskutieren.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit „Voz Latina Hamburgo“.

Die Veranstaltung wird in Spanisch durchgeführt und simultan ins Deutsche Übersetzt.